Der Helgoland-Marathon ist der einzige Hochseemarathon weltweit. Neben der klassischen Distanz von 42,195 Kilometern und dem Mini-Marathon über 5,25 Kilometer fand in diesem Jahr erstmals auch ein 10-Meilen-Lauf (16 Kilometer) statt.
Barbara Laubrock war eine der 150 Läuferinnen und Läufer bei dieser Premiere. Drei Runden über die Insel mussten absolviert werden. Wer denkt, Nordseeinseln seien relativ flach, kennt Helgoland nicht.
Zunächst geht es für etwa 1,5 Kilometer auf flacher Strecke durch das Unterland. Danach erreichen die Teilnehmenden den Millstädter Weg. Dieser sogenannte „Düsenjäger“ führt über rund 200 Meter mit einer knackigen Steigung von bis zu 20 Prozent hinauf ins Oberland. Damit sind allerdings noch lange nicht alle Höhenmeter geschafft.
Die Strecke verläuft anschließend kurz durch den Ort und weiter über den Klippenrandweg, dessen Profil durchgehend wellig ist. Dafür bietet der Kurs spektakuläre Ausblicke. An der Nordspitze führt der Weg vorbei an der Lange Anna, dem Wahrzeichen der Insel, sowie an den Brutkolonien der Basstölpel. Diese Vögel brüten in Deutschland ausschließlich auf Helgoland.
Mit ständigem Blick auf die Nordsee sorgt eine frische Brise für Abkühlung. Am Ende des Klippenrandwegs geht es über den Invasorenpfad steil bergab zurück ins Unterland und vorbei am Musikpavillon am Nordseeplatz. Danach wartet noch zweimal dieselbe Runde, bevor dort auch der Zieleinlauf erfolgt.
Am Ende zeigte die Laufuhr rund 230 positive und ebenso viele negative Höhenmeter an. Mit einer Zeit von 1:32:13 Stunden erreichte Barbara als zehnte Frau das Ziel und konnte die Finishermedaille sowie eine Urkunde in Empfang nehmen.
